Dienstag, 18. September 2012

Theramed mit hippen Zahncremes

Neue Zahncremes wie Kaugummis mit Minze


Theramed revolutioniert die Zahncreme-Linie - neue Verpackung und neuer Geschmack


Die neuen Zahncremes sehen alles andere als nach bisheriger
Zahnpflege aus. Sie sind eckig, flach und erinnern eher
an Kaugummis. Es gibt die neuen "Get X-ited"-Zahncremes
seit September 2012 in den Geschmacksrichtungen: WhitePerfection,
CleanSensation und FreshExplosion.
Der grüne Farbcodce überzeugt vor allem durch ein Erlebnis wie
von einem Minzkaugummi. Die Cooling-Technologie enthält
Zitrus-Noten, Pfefferminze, Anis und Menthol. FreshExplosion
heißt diese Sorte in Grün.
Pink ist die Variante mit Spearmint-Öl und Menthol. Sie ist
weitaus sanfter im Geschmack und heißt CleanSensation.
WhitePerfection ist blau und soll für weißere Zähne sorgen.
Eukalyptus, weißer Tee und warme Aromen sind beigefügt.
Zielgruppe sind vor allem junge Leute, die cool sein wollen.
Die Verpackung in Schwarz sieht sehr modern aus und macht
etwas her. Zudem nimmt sie wenig Platz ein. Die Zahncremes
sollen gegen Karies, Zahnstein, Zahnfleischproblemen, Plaque,
Mundgeruch und Verfärbungen vorbeugen.

Rund 75ml sind in den jeweiligen Packungen zu einem
Preis von 2,49 Euro enthalten.



Donnerstag, 29. September 2011

Tipps für den Umgang mit den Zähnen

Gute Zähne für ein schönes Lächeln

Wie die richtige Vorsorge die Zahngesundheit beeinflusst

Der beste Schutz vor hohen Kosten für Zahnersatz oder aufwändige Behandlungen ist die eigene Prophylaxe. Selbst wenn nicht jeder mit hervorragendem 'Erbmaterial' und gut mineralisierten Zähnen ausgestattet ist, so kann durch die richtige Pflege und die weitgehende Reduzierung von Süßem und Zucker sinnvoll vorgebeugt werden. Besser einmal am Tag eine süße Mahlzeit als mehrere. Bekannt sind zur Pflege zwischendurch Zahnpflegekaugummis, die den Speichelfluss anregen (Statement von Ihnen – liegt vor)

Über den Speichel

Tatsächlich kommt dem Speichel eine wichtige Aufgabe in der Mundhygiene zu, obwohl das auf den ersten Blick für den Laien paradox wirken muss. Im Speichel sind eine große Anzahl von Mineralien wie Magnesium, Phosphate, Kalzium und Fluoride enthalten, die Miniläsionen "kitten".
(Ihre Meinung)

 Weiter neutralisiert er schädliche Säuren und macht sie unschädlich. Auch IgA-Antikörper wie gegen Streptococcus mutans und Enzyme wie Lysozym, Laktoferrin oder Laktoperioxidase sind vorhanden, um die Bakterien abzutöten. Der Speichel ist antibakteriell - wenn er "gesund" ist. Denn andererseits befinden sich in ihm ebenso Mikroorganismen, die Karies und Parodontopathien auslösen können. Ansonsten wäre die Zahnbürste ja überflüssig. Die Bakterien sind eine Gefahr für Zähne und Zahnfleisch. Die Zahnärzte empfehlen deshalb auch bei Bedarf und mangelnder Mundhygiene eine professionelle Reinigung.

(Ihre Meinung)
 Diese Investition lohnt sich, um auch Zahnfleischbluten vorzubeugen. Ausreichend Vitamin C wie aus Zitronen hilft ebenfalls bei Zahnfleischproblemen oder als Vorsorge neben dem Putzen, um keine Probleme damit zu bekommen.


Guter Speichel - schlechter Speichel

Nicht jeder hat dieselbe Anzahl an schädlichen Bakterien im Speichel.
(Ihre Meinung)

 Es gibt eine Methode, um das beim Zahnarzt feststellen zu lassen. Um das Kariesrisiko zu bestimmen, wird eine so genannte Speicheldiagnostik vorgenommen. Sie ist genauer als der Approximalraum-Plaqueindex. Dieser wird vielen sicher noch aus der Werbung mit den Färbetabletten bekannt sein. Die Zahnaußen und - innenflächen werden mit einem Plaquefärbemittel angefärbt und die Appoximalflächen (Zahnzwischenräume) ausgezählt. Zurück zur Speicheldiagnostik. Um die Speichelflussrate zu ermitteln, kaut der Patient einige Zeit auf einer Paraffinkapsel, um den Speichelfluss anzuregen. Der stimulierte Speichel wird gesammelt. Wer eine niedrige Speichelrate hat, der sollte rund zwei Liter täglich trinken. Auch die bereits genannten xilithaltigen Kaugummis (zwei Stück pro Tag) erhöhen den Schutz des Speichels. Rohe Möhren, Nüsse, Kohlrabi oder andere Gemüsesorten sorgen ebenfalls durch gründliches Kauen dafür, dass der Speichelfluss natürlich angeregt wird.  Um es noch einmal zu betonen, nur ein "guter" Speichel und eine gesunde Mundflora bieten Schutz vor Karies und Parodontose.

Natürliche Spülungen gegen Beläge

Hohe Werte an Laktobazillen im Speichel deuten auf ein hohes Kariesrisiko und einen hohen Kohlehydratekonsum hin. Neben den - kostspieligen - Massnahmen durch den Zahnarzt gibt es auch alternative Anwendungen, um Plaque, Zahnstein und Verfärbungen entgegenzuwirken. Das so genannte "Ölziehen" mit einem Esslöffel kaltgepresstem Olivenöl ist eine einfache und billige Methode. Fünf Minuten wird das Öl durch die Zähne gesogen und dann ausgespuckt. Die ausgespuckte Flüssigkeit sollte milchigweiss sein. Anschließend sollten die Zähne wie auch das Waschbecken gereinigt werden, weil diese Flüssigkeit giftig und voller Bakterien ist. Für die sonstige Pflege der Zähne sollten diese regelmäßig geputzt werden, auch Zahnseide empfiehlt sich zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Nach dem Verzehr von säurehaltigem Obst muss unbedingt mindestens eine halbe Stunde mit dem Bürsten der Zähne gewartet werden, um den Zahnschmelz zu schonen. Wer seinen Zahnschmelz härten will, der kann einmal pro Woche mit fluoridhaltigen Gels wie Elmex Gelee, Fluor-Gel, Gel Kam Colgate nachhelfen. Damit die Zähne nicht entkalken, ist eine regelmäßige Zufuhr von Kalzium (Vollmilch, Käse, Ölsardingen, Camembert) sinnvoll. Diese recht einfachen Regeln helfen nachweislich, die Besuche beim Zahnarzt einzuschränken.

(Ihre Meinung – vielleicht auch zu frei verkäuflichen Fluorlacken)

Corinna S. Heyn

Interview mit Dr. med. dent. Hans-Otto Bermann von der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Zahnheilkunde e.V., Westerburg

C. Heyn: Wie schädlich sind säurehaltige Nahrungsmittel wie beispielsweise der bei Kindern beliebte Zitronentee, der mit Citronensäure angereichert ist?

Dr. Bermann: Säurehaltige Nahrungsmittel, auch Getränke, führen zur Demineralisation des Zahnschmelzes. In diesem Stadium ist es möglich, auch bei korrekter Putztechnik mit der Zahnbürste Schäden zu verursachen. Die Demineralisation wird jedoch binnen Minuten bis Stunden durch Remineralisation aus dem Speichel ausgeglichen, so dass spätestens zwei Stunden nach dem Genuss schadloses Zähneputzen möglich ist.

C. Heyn: Es gibt sehr viele unterschiedliche Zahncremes auf dem Markt, die eine große Preisspanne aufweisen. Sind billige Zahnpasten genauso gut wie teure? Zahncreme ist sicher nicht gleich Zahncreme, was die Spezialpflegen für sensible Zähne oder die Weissmachercremes beweisen. 

Dr. Bermann: Sie haben Recht ! Zahncreme ist nicht gleich Zahncreme. Hierbei zählt nicht so sehr der Preis oder der Vertrieb, sondern die Inhaltsstoffe. So ist zunächst darauf zu achten, dass keine Abrasivstoffe enthalten sind. Heute werden aufhellende Zahnpasten (whitening toothpaste) angeboten, die nicht gänzlich unkritisch zu betrachten sind. Wesentlich besser einzuschätzen sind neuer Fabrikate, denen Triclosan beigemischt ist. Triclosan ist ein Stoff, der antibiotische Wirkung hat, jedoch nicht die Nebenwirkungen der klassischen Antibiotika (Allergisierung, Immunisierung). Diese Zahnpasten sind in der Lage, Parodontalerkrankungen in Grenzen zu halten oder zu verhindern. Den meisten Zahnpasten ist heute die Beimischung von Fluoriden gemein. Sie wirken damit karieshemmend.

C. Heyn: Spielt der ererbte Zahnschmelz bei der Zahngesundheit eine Rolle? Gibt es eine genetische Disposition für mehr Karies?

Dr. Bermann: Diese Frage kann heute nicht abschließend beantwortet werden. Es scheint jedoch so zu sein, dass bestimmte erbliche Faktoren hinsichtlich des Stoffwechsels die Kariesanfälligkeit beeinflussen, die Qualität der Zahnhartsubstanz wohl eher nicht. Sicher ist die Ernährungsweise und Putzgewohnheiten wesentlich für das Auftreten von Karies. Diese sind nicht im üblichen Sinne "erblich", werden jedoch in der Regel aus dem Elternhaus übernommen. Dies erklärt auch die unterschiedlichen Karies- und Parodontosehäufigkeit in unterschiedlichen sozialen Schichten.

C. Heyn: Was halten Sie von den im Handel und in den Apotheken angebotenen Mundwässern und Zahnspülungen? Wirken diese sich auf die Zahngesundheit überhaupt aus?

Dr. Bermann: Zahnspülungen (Chlorhexidindigluconat) sind heute aus der Parodontitis-Therapie nicht mehr wegzudenken. Sie sollten jedoch nur in Absprache mit dem Zahnarzt angewendet werden. Andere Mittel (Odol etc.) vermitteln möglicherweise ein Sauberkeitsgefühl und guten Atem, sind jedoch zahnmedizinisch bedeutungslos. Die Versiegelung hingegen, sei es mit Fluor-Präparaten oder mit ungefüllten Kunststoffen, die ausgehärtet werden, sind ein wichtiger Beitrag zur Kariesprävention.

C. Heyn: Die Hollywood-Größen wie Tom Cruise oder Demi Moore machen es vor: Bleaching ist in. Mittlerweile hat auch die Industrie diese Marktlücke für sich entdeckt und bietet Bleichmittel als Strips usw. an. Was halten Sie davon?

Dr. Bermann: Das "Bleaching" ist auf dem Vormarsch. Hier ist zwischen "Home-Bleaching" und "In Office Bleaching" zu unterscheiden. Home-Bleaching erfolgt mittels einer Schiene, die anzuwendende Bleichmittel am Ort halten soll. Konfektionierte Schienen, wie sie bei den frei verkäuflichen Sets zur Anwendung kommen, sind hier gänzlich ungeeignet. Besser sind die Schienen, die vom Zahnarzt individuell angefertigt werden, aber auch sie können das unbeabsichtigte Schlucken von Bleichmitteln nicht gänzlich verhindern. Zur Zeit werden immer wieder Untersuchungen zitiert, nach denen die verwendeten Bleichmittel Tumorwachstum im Verdauungstrakt zumindest fördern sollen. Solange dieser Verdacht nicht ausgeräumt ist, muß vor Home-Bleaching dringend gewarnt werden.

C. Heyn: Wie wirkt sich die Ernährung auf die Entstehung von Karies aus? Von Säure war bereits die Rede. Haben Menschen, die sich vollwertig und gesund ernähren weniger Karies?

Dr. Bermann: Ob Bioprodukte wertvoller sind als konventionell erzeugte, scheint heute sehr zweifelhaft. Mir ist bisher keine einzige Untersuchung bekannt, die wesentliche Unterschiede - außer dem Preis - festgestellt hätte. Klar ist, dass kohlenhydratreiche Kost das Entstehen von Karies begünstigt. Es wäre sinnvoll, den Zuckerkonsum einzuschränken. Historiker belegen, dass vor Einführung des Zuckers in die "Volksnahrung" Karies keine wesentliche Rolle gespielt hat. Erst danach ist die Karieshäufigkeit exponentiell angestiegen.

C. Heyn: Wie erhält sich der moderne Büromensch seine Zahngsundheit, insbesondere wenn es keine Möglichkeit zum Zähneputzen nach dem Essen in der Kantine gibt?

Dr. Bermann: Von der Forderung "nach jeder Mahlzeit Zähneputzen" ist man längst abgegangen. Nicht nur, weil unerfüllbare Forderungen oft zur "Flinte ins Korn"-Haltung führen, sondern weil es auch fachlich nicht mehr haltbar ist. Vom Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bis zum ersten nachweisbaren Angriff auf die Zähne dauert es mindestens 36 Stunden. Im Umkehrschluß bedeutet das, dass absolute Sauberkeit der Zähne alle 36 Stunden die Entstehung von Karies zu 100 Prozent verhindert. Leider ist keiner von uns in der Lage, absolute Sauberkeit der Zähne sicherzustellen - gleichgültig, ob wir nach jeder Mahlzeit putzen oder einmal am Tag. Wir brauchen dazu die Hilfe der Dentalhygienikerin, die Beläge auch dort beseitigt, wo wir selbst nicht dazu in der Lage sind. Zwei bis vier Besuche jährlich reduzieren das Risiko, an Karies oder Parodontose zu erkranken, dramatisch!

C. Heyn: Was halten Sie von Mundduschen, die es im Handel für den Hausgebrauch gibt?

Dr. Bermann: Mundduschen sind dazu in der Lage, grobe Partikel (food impaction) aus Zahnzwischenräumen zu beseitigen. Bei falscher Anwendung können sie jedoch auch bestehende parodontale Schäden verstärken. Die Entfernung größerer Partikel ist auch mit der Zahn- oder Interdentalbürste möglich, insofern erübrigt sich die Munddusche für die Mundhygiene.

C. Heyn: Amalgam ist als Füllmaterial immer wieder in die Negativschlagzeilen geraten. Es gibt Zahnärzte, die dieses Material gar nicht mehr verwenden. Wie stehen Sie zu Amalgam?

Dr. Bermann: Amalgam ist immer noch ein ideales Füllungsmaterial. Es ist für den Patienten unschädlich, leicht zu verarbeiten und hält bei richtiger Indikationsstellung fast ewig, da entstehende Randspalten sich durch Veränderung der Füllung wieder schließen können. Außerdem wirkt Amalgam bakteriostatisch, das heißt, es verhindert die Vermehrung und das Wachstum von Bakterien. Für die angebliche Schädlichkeit durch Quecksilber oder galvanische Reaktionen gibt es bisher keinen Beleg. Die ästhetisch bessere Alternative Kunststoff kann bei korrekter Anwendung fast gleiche Haltbarkeit erreichen. Durch die für den Verbund zwischen Zahn und Füllung notwendige Vorbereitung der Zahnhartsubstanz und das Schichten und Aushärten des Materials in mehreren Etappen ist ein vielfacher Zeitaufwand gegenüber dem Amalgam erforderlich. Dies muß sich zwingend auf den Preis auswirken.

C. Heyn: Dr. Bermann, ich bedanke mich für das aufschlussreiche Gespräch !
(c) Corinna S. Heyn